Orlanda
Millis Erwachen / Milli's Awakening
Millis Erwachen / Milli's Awakening
„Bei Kelly wird die Schwarze Frau vom Objekt der Kunst zum Subjekt ihres eigenen Lebens.“ Der Freitag
1911 malte der Expressionist Ernst Ludwig Kirchner die »Schlafende Milli« nackt auf einer Couch liegend. Als Inspirationsquelle ließ er nur die eigene Potenz gelten. Während zahlreiche Kunsthistoriker_innen neben der Ästhetik auch die Sexualfantasien von Kirchner in den Fokus ihrer Analysen nehmen, taucht die Autorin in die Gedanken- und Gefühlswelt seiner »Muse« ein und lässt »Milli« sinnbildlich erwachen. In Einzelinterviews kommen acht Schwarze Kunstschaffende verschiedener Generationen zu Wort, die in und durch ihren Arbeiten die gängigen kolonialtradierten Stereotype überwunden und ihre eigene selbstbestimmte Identität als Schwarze Frauen innerhalb der weißen deutschen Mehrheitsgesellschaft gebildet haben.
„Wenn man den biografischen Erzählungen in „Millis Erwachen“ lauscht, wird deutlich, dass in allen Lebenslagen weiße Normen maßgeblich bestimmend sind.“ Kunstzeitung
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